Naturparks im Burgenland
 


 In den letzten Jahrzehnten hat sich im Burgenland vieles zum Besseren entwickelt. Das Land ist moderner und lebenswerter geworden. Neue Siedlungen, Verkehrswege, Freizeiteinrichtungen und vieles andere wurden geschaffen und haben Altes, oft auch Liebenswertes, verdrängt.
Die weiten Landschaften mit ihrem harmonischen Wechsel von Wald und Feld, Hügel und Ebene haben dennoch ihren Charakter erhalten. Nun wird viel unternommen, diesen Landschaftscharakter zu bewahren, zu schützen und als Erholungsraum zu erhalten. Mehr als 34% des Burgenlandes sind als geschützte Flächen ausgewiesen, wobei es verschiedene Abstufungen gibt. Von den Naturschutzgebieten bis zu den Naturparks.

Diese Naturparks werden seit einigen Jahren eingerichtet. Sie sollen zwar geschützt, aber auch genützt werden. Dort gibt es Wander-, Rad- und Reitwege, gesunde Luft und Ruhe. Spezielle Angebote des Tourismus fördern das Naturerlebnis. Für die Bildung besonders interessant sind Lehrpfade, die bestimmten Themen gewidmet sind. Naturparks sind besonders schöne Ausflugsziele und beeindrucken durch ihre Vielfalt.
Im folgenden sind die 6 Naturparks aufgezählt.

Der Naturpark Leithagebirge umfasst die weitläufige Waldfläche und die Dörfer zwischen Donnerskirchen und Jois bis zum Schilfgürtel des Neusiedler Sees, des größten Steppensees Europas. Das Gebiet eignet sich besonders für Fahrradtouren zwischen den Weingärten und Wiesen und den Besuch von Museen und Weinkellern.

Der Naturpark Rosalia-Kogelberg umfasst ein 7.500 Hektar großes Gebiet zwischen dem Rosalien- und dem Ödenburger Gebirge, das Wulkatal eingeschlossen. Besonderheiten dort sind: Erdbeeren, Edelkastanien und Wein. Dort liegen 13 Gemeinden, unter ihnen Pöttsching, Bad Sauerbrunn, Baumgarten.

Der Naturpark Landseer Berge umfasst das Gebiet um Kobersdorf im Mittelburgenland und greift auch ein Stück über die Landesgrenze nach Niederösterreich. Besondere Sehenswürdigkeiten dort sind die Burgruine Landsee und der Pauliberg, der vulkanischen Ursprungs ist. In der Nähe liegt auch die „Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau“.

Der Naturpark Geschriebenstein-Irottkö ist ein grenzüberschreitender Naturpark und umfasst das Waldgebiet um den Geschriebenstein, der höchsten Erhebung des Burgenlandes mit seiner Aussichtswarte, von wo man weit nach Ungarn und zu den Alpen schauen kann. Insgesamt gibt es 500 Kilometer markierte Wander- und Radwege. Ein Walderlebnisweg mit Schautafeln vermittelt Wissenswertes über Natur und Kultur dieser Grenzlandschaft.

Der Naturpark Weinidylle liegt am Pinkaboden mit seinen begleitenden Weinhängen zwischen Eisenberg und Heiligenbrunn. Dazu gehört auch der Punitzer Wald, der Wildpark, die Wallfahrtskirche Maria Weinberg. Es ist das Kerngebiet des gepflegten „Uhudler-Weines“, der in zahlreichen Buschenschänken angeboten wird.

Der Naturpark Raab-Örség-Goricko ist der einzige, der Anteil an drei Staaten (Österreich, Ungarn, Slowenien) hat. Mit 15.000 Hektar ist er der größte Naturpark im Burgenland. In diesem Bereich liegen Maria Bild, Mogersdorf, Neuhaus am Klausenbach. Eine besondere Attraktion seit einigen Jahren sind romantische Kanufahrten auf Raab und Lafnitz.
 

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Burgenlaendische Gemeinschaft 10-12 2008 Nr.408 Zeitungsarchiv