Heimattreffen der Auswanderer in Schandorf/Cemba
Schandorf hat heute 310 Einwohner. In den letzten hundert Jahren halbierte sich die Einwohnerzahl des Dorfes hauptsächlich wegen der anhaltenden Auswanderung. Über 160 Personen wanderten nach Übersee aus. Der Kulturverein Schandorf hatte in einem 2 Jahre dauernden Projekt erstmals versucht, den Beginn und den Verlauf der Amerikawanderung aus Schandorf zu erforschen. Erstmals wurden Adressen der Auswanderer und ihrer Nachkommen in aller Welt gesucht und Auswanderer in ihr Ursprungsdorf Schandorf eingeladen. Über 20 auswärtige Schandorfer kamen „heim“. Viele entschuldigten sich, weil sie aus gesundheitlichen Gründen nicht reisen konnten.

Der Annakirtag war schon immer der Tag der Heimatbesuche der in alle Welt verstreuten Schandorfer. Traditionell kamen diese aus der näheren Umgebung. 2007 kamen erstmals Emigranten aus Übersee „nach Hause“. Der Annakirtag wurde ein großes Familienfest für alle. Man hatte einander vorher nicht gesehen, musste sich gegenseitig vorstellen und die Sprachbarriere überwinden. Der Kulturverein Schandorf organisierte für die Gäste ein mehrtägiges Erlebnisprogramm.

Im Rahmen eines Festaktes wurden am Vortag des Kirtages die gesammelten Forschungsergebnisse zum Thema „Auswanderung aus Schandorf“ in einer neuen und ansprechenden Broschüre präsentiert. Es gab auch die Präsentation von 2 DVDs. Es wurde eine umfangreiche DVD über die Auswanderung aus Schandorf in drei Sprachen und eine DVD über das „Alte Handwerk in Schandorf – Staro rukotvorstvo u Èembi“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Beim Festakt am 28. Juli 2007 war die Gemeindehalle Schandorf zum Bersten voll. Auch das schlechte Wetter konnte hier kein Spielverderber sein. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Tamburizza Schandorf und der Gemischte Chor aus Narda. Dr. Ferdinand Mühlgaszner vom Kulturverein und Bürgermeister Josef Csencsics konnten eine Reihe von Ehrengästen begrüßen: Den Landtagsabgeordneten Ewald Gossy, WK-Vizepräsidenten Stefan Balaskovics und Edi Nicka, den Vertreter der Burgenländisch-Amerikanischen Gesellschaft. Die 20 aus aller Welt angereisten „Schandorfer“ und „Schandorferinnen“ freuten sich über den gemütlichen Abend und das ihnen angebotene dreitägige Kulturprogramm sehr. Sie waren fest überzeugt, dass sie wieder ihre alte Heimat Schandorf kommen werden.

Die Broschüre und die DVD „Schandorf – Cemba – Auswanderer, Iseljeniki, Emigrants“ kann beim Kulturverein Schandorf, A7472 Schandorf 150, erworben werden.

Dr. Ferdinand Mühlgaszner
A7472 Schandorf 75
Tel. 03364 / 2613, 0664 /  4542434
 
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Burgenlaendische Gemeinschaft 10-12 2007 Nr.404 Zeitungsarchiv, Serien