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Jedes Jahr zeichnet der Auslandsösterreicher-Weltbund einen im Ausland
lebenden Österreicher mit dem Titel „Auslandsösterreicher des Jahres“ aus.
Heuer ist diese Ehrung erstmals einem Burgenländer zuteil geworden. In
einem sehr feierlichen Rahmen und in Anwesenheit von mehr als 400
Teilnehmern hat Kedl in Bregenz anläßlich des
Auslandsösterreicher-Treffens diese Auszeichnung entgegen genommen. Walter
Dujmovits hat in seiner Ansprache Leben und Verdienste von Eugen Kedl
gewürdigt und im Namen der Burgenländischen Gemeinschaft gratuliert.
Landeshauptmann Niessl hat ein Gratulationsschreiben geschickt. Darin
schreibt er unter anderem:
„Das Burgenland ist stolz auf Eugen Kedl.“
Eugen Kedl wurde 1933 als 10. Kind in Stadtschlaining geboren. Sein 1928
geborene Bruder Rudolf ist später ein berühmter Bildhauer geworden. Weil
sich sein Vater gegen den Nationalsozialismus gestellt hatte, wurden er
und einer seiner Söhne 4 Tage vor Kriegsende 1945 im Konzentrationslager
umgebracht. 1954 ist Eugen nach Kanada ausgewandert und hat dort eine
beachtliche Karriere als Fotograf gemacht. Er hat Menschen und
Landschaften in allen Gegenden Kanadas und als einer der ersten auch den
Norden dieses Landes in wunderschönen Fotos festgehalten. Allein die
Bildbände über Kanada haben ihn weithin bekannt gemacht und viele Ehrungen
eingetragen. In Quebec hatte er den ersten „Wiener Ball“ organisiert, der
seither jedes Jahr veranstaltet wird. Seine Frau Gretl, die aus Güssing
stammt, hat als seine Mitarbeiterin einen großen Anteil an den Erfolgen
ihres Mannes. Das Auswandererschicksal dieses großen Burgenländer haben
wir in unserer Zeitung Jänner/Feber 2004 beschrieben.
[http://www.kedl.ca]
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