Denkmal des Dankes
 

Vor 10 Jahren, am 12. September 1993, wurde in Kukmirn feierlich und in Anwesenheit hoher Vertreter des Landes ein Denkmal enthüllt.
Die Idee dazu kam von einer einfachen alten Frau aus Kukmirn. Die mittlerweile Verstorbene hieß Gisela Ernst. Sie schickte uns eines Tages einen Brief, wo sie uns an die große Hilfe erinnert, die wir von unseren ausgewanderten Landsleuten aus Amerika viele Jahrzehnte hindurch erhalten haben. Es sollte im Burgenland irgendwo ein sichtbares Zeichen des Dankes zu sehen sein, um auch späteren Generationen ein Zeugnis der Heimatverbundenheit ausgewanderter Burgenländer zu geben.

Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg sind zehntausende Pakete mit Lebensmitteln, Kleidern und Gebrauchsgegenständen in die arme durch den Krieg zerstörte und ausgeplünderte Heimat gekommen. Sie sind uns damals eine große Hilfe gewesen. Aber schon in den Jahrzehnten vorher und nachher haben unsere Auswanderer Dollar für Dollar zusammengelegt und einen Teil davon nach Hause geschickt. Rückwanderer haben ansehnliche Mittel mitgebracht, um die Geschwister auszuzahlen, damit sie dann die kleine Landwirtschaft ungeteilt übernehmen konnten. Häuser wurden neu gebaut, in Werkstätten und Gasthäusern wurde investiert. Ein erheblicher Teil der Kosten für gemeinschaftliche Anschaffungen, wie Kirchenglocken, Kirchenfenster, Feuerwehrspritzen, Kindergärten, Kriegerdenkmäler usw. kam von den Burgenländern in Amerika.
Am 12. September 1993 sind Landeshauptmann Karl Stix, sein Stellvertreter Dr. Franz Sauerzopf und der Landtagspräsident Dr. Wolfgang Dax nach Kukmirn gekommen und haben von dort in berührenden Worten im Namen des Landes den Dank an die Burgenländer in alle Welt geschickt. Der Zufall wollte es, daß an diesem Tag auch Gerry Berghold mit seiner Frau Molly anwesend war, der einige Jahre später den „Burgenland Bunch“ gründen sollte.

Dieses Denkmal und die vielen Amerikanerkreuze in den Dörfern sind heute steinerne Zeugen der Heimattreue und Heimatverbundenheit. Sie werden auch künftigen Generationen ein Zeugnis der Hilfsbereitschaft bleiben.
 

BG-HomeSeitenanfang

Burgenlaendische Gemeinschaft 9/10 2003 Nr.385 Zeitungsarchiv