Grußbotschaft
des Superintendenten
der Evangelischen Kirche A.B.

 
Sehr geehrte Landsleute! Liebe Schwestern und Brüder!

Am 6. Februar 2003 wurde ich von der Superintendentialversammlung zum Superintendenten der evang. Diözese Burgenland gewählt. In der Superintendentialversammlung sind 65 Delegierte, das sind die Pfarrer der burgenländischen Pfarrgemeinden, je ein Vertreter aus dem Presbyterium und Vertreter der Arbeitsbereiche der evang. Kirche.

Geboren wurde ich im April 1956 in Markt-Allhau. Dort bin ich auch aufgewachsen und in die Pflichtschule gegangen. Das Gymnasium habe ich in Hartberg besucht und 1975 maturiert. Nach dem Bundesheer begann ich im Oktober 1976 mit dem Studium der evang. Theologie in Wien und Zürich. Von April 1982 bis August 1983 war ich Vikar in Wien-Währing. Am 1. September 1983 kam ich als Vikar nach Stadtschlaining und wurde im November 1984 Pfarrer der evang. Pfarrgemeinde Stadtschlaining. Im September 1997 wurde ich zum Senior (Superintendent-Stellvertreter) für das Südburgenland gewählt. In dieser Funktion habe ich meine Vorgängerin Mag. Gertraud Knoll immer wieder vertreten und Arbeitsbereiche in der ganzen Diözese übernommen. Nach dem Ausscheiden von Frau Mag. Knoll aus dem kirchlichen Dienst am 29.10.2002 wurde ich mit der vorläufigen Geschäftsführung der evang. Diözese Burgenland betraut. Seit 1. 3.2003 bin ich nun Superintendent der Diözese. Die Amtseinführung durch Bischof Mag. Herwig Sturm wird am 6.4.2003 um 15.00 Uhr in Stadtschlaining stattfinden.

Als Superintendent möchte ich in erster Linie die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die 29 evangelischen Gemeinden des Burgenlandes begleiten, beraten und ermutigen. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen sich von der Kirche abwenden, sehe ich das als vordringliche Aufgabe, denn alle gemeinsam haben wir das Ziel, den Glauben der Menschen an Jesus Christus zu wecken und zu stärken. Wie notwendig dieser Glaube an Jesus Christus ist, merken wir daran, dass viele Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind. Materielle Dinge können diesen Lebenssinn nicht vermitteln.

Auch in meiner Einstellung zur Ökumene findet sich dieses Anliegen wieder. Gemeinsam mit der röm.-kath. Schwesternkirche müssen wir an der Festigung und Stärkung des christlichen Glaubens in unserem Land arbeiten.

Die Voraussetzung für die Erfüllung all dieser Aufgaben und Ziele ist , dass Gott mir täglich neu die Kraft des Glaubens schenkt und wir als Gemeinschaft von Schwestern und Brüder in unserer Kirche arbeiten.

So grüße ich Sie in der Verbundenheit des Glaubens.
Mein besonderer Gruß gilt allen Burgenländerinnen und Burgenländern, die verstreut in der ganzen Welt leben und noch immer in Treue mit ihrer burgenländischen Heimat verbunden sind.

Mag. Manfred Koch

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Burgenlaendische Gemeinschaft 3/4 2003 Nr.382 Zeitungsarchiv