„Auslandsösterreicher-Weltbund“
 


Nachstehend soll noch einmal die Geschichte der beiden großen Organisationen und ihrer Zusammenführung beschrieben werden:

Im Jahre 1952, in der Zeit des Kalten Krieges und großer weltpolitischer Spannungen wurde in Vorarlberg der Weltbund der Österreicher im Ausland gegründet. Wegen der alliierten Besetzung wurde sein Sitz zunächst in die Schweiz verlegt. Es war ein Dachverband der Österreicher-Vereine vor allem aus Deutschland, der Schweiz und Italien. Später kamen noch andere europäische und wenige außereuropäische Länder dazu. Dieser Weltbund entwickelte sich zu einem repräsentativen Forum und zu einer Vertretungsinstanz aller Auslandsösterreicher. Ihr Schwerpunkt war Europa. Der letzte Präsident (bis 2002) war Gustav Chlestil (Belgien).

Zwei Jahre später wurde auf Beschluß der österreichischen Bundesregierung das Auslandsösterreicher-Werk geschaffen, eine Service-Organisation mit dem Sitz in Wien, die unter anderem auch die Zeitschrift „ROT WEISS ROT“ herausgibt. Diese wird allen Auslandsösterreichern, die es wünschen, zugesandt.
Der letzte Präsident (bis 2002) war Fritz Molden.

Jetzt wurden diese beiden großen Organisationen unter dem Namen Auslandsösterreicher-Weltbund zusammengeführt. Hinzu kommen auch die mehr als 130 „Austrian-American-Councils“ in USA, Kanada und Mexiko, ebenso die zahlreichen Organisationen, die nach dem Fall des Eisernen Vorhanges in Ost- und Südosteuropa unter dem Namen „Round Table Zentraleuropa“ entstanden sind. Somit sind alle wesentlichen Auslandsösterreicher-Organisationen unter einem gemeinsamen Dach zusammen und der Auslandsösterreicher-Weltbund ist der legitimierte und starke Vertreter aller Österreicher im Ausland.
Präsident dieser Organisation ist Fritz Molden bis zum Jahre 2004, danach wird es Gustav Chlestil sein. Vizepräsidenten sind Walter Dujmovits (für Inland) und Jürgem Em (für Ausland). Die Burgenländische Gemeinschaft ist im Vorstand vertreten, wie auch Chlestil und Molden im Vorstand der BG sind.
 


Am Jahresbeginn habe ich eine neue Aufgabe in Wien übernommen. Als Vizepräsident des neu gegründeten und alle Auslandösterreicher umfassenden „Auslandsösterreicher-Weltbundes“ vertrete ich dort die Aufgabenbereiche des früheren Auslandsösterreicherwerkes, deren Präsidenten der Architekt Prof. Clemens Holzmeister und nach ihm der Verleger Fritz Molden gewesen sind. Die Berufung in diese Funktion ist für die Burgenländische Gemeinschaft und für mich persönlich eine große Auszeichnung. Ich bleibe natürlich Präsident der Burgenländischen Gemeinschaft wie auch die Burgenländische Gemeinschaft ihre Eigenständigkeit bewahrt.

Walter Dujmovits
 

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Burgenlaendische Gemeinschaft 1/2 2003 Nr.381 Zeitungsarchiv