Grußworte unseres Diözesanbischofs

 

Liebe Burgenländerinnen und Burgenländer in Amerika!

Als Bischof der Diözese Eisenstadt möchte ich anlässlich des Besuches einer Delegation der Burgenländischen Landesregierung auch seitens der Katholischen Kirche einige Worte an Sie richten.

Ich freue mich über die Realisierung dieses Projektes und das Zustandekommen dieser Begegnung. Ein Zusammentreffen der Auslandsburgenländer und -burgenländerinnen in Amerika mit dieser Delegation bedeutet ein Erneuern der Verbundenheit, welche durch unsere gemeinsamen Wurzeln besteht. Beiden Seiten wird die Möglichkeit geboten, über ihre (neue) Heimat zu erzählen, Einblicke in die Heimat des anderen zu gewinnen und dadurch einander näher kennenzulernen. Auch wenn sich die Mittelpunkte unseres Lebens auf verschiedenen Kontinenten befinden und die Brücken zwischen den Auswanderern und Daheimgebliebenen mit jedem Jahr mehr und mehr abbröckeln, versuchen beide Seiten dennoch, den Kontakt nicht zu verlieren.
Gerade die tragischen Ereignisse des 11. September in Amerika zeigten, wie stark wir miteinander verbunden sind. Viele Telefonate und Briefwechsel, als Zeichen der Sorge und des Mitfühlens mit unseren Burgenländern und Burgenländerinnen in Amerika, geben Zeugnis davon. Obwohl die Sprache des Krieges durch die Omnipräsenz der Medien im Alltag Einzug gehalten hat, trifft uns dann ein solcher tragischer Angriff an Unschuldige mit ungeheurer Vehemenz. Ich denke, als gläubige Menschen wissen wir darum, dass die Suche nach einem weltlichen, auf Abkommen basierenden Frieden nie zu Ende gehen kann, und dass es der Friede Christi ist, der Bestand hat und „den uns die Welt nicht geben kann“. Sehr wohl ist es aber unser Auftrag in dieser Welt, an friedlichen und gerechten Strukturen unserer Gesellschaft zu arbeiten und in unserer unmittelbaren Umgebung dem Nächsten in Friedensbereitschaft zu begegnen.

Es tut mir aufrichtig leid, dass ich an der Reise der Burgenländischen Landesregierung nicht teilnehmen kann, während Sie aufgrund eines Missverständnisses jedoch mit meinem Kommen gerechnet haben. Gerade in der Zeit des Pfingstfestes ist es mir aber unmöglich, von meiner Diözese abwesend zu sein.

Ich grüße jedoch recht herzlich all jene Burgenländer und Burgenländerinnen, die einander während dieses Besuches begegnen. Das auch mir zugesandte Programm zeigt, dass viele gute Begegnungen und Gespräche stattfinden werden. Um so mehr bedauere ich meine Abwesenheit.

Mit herzlichen Segensgrüßen
Paul Iby
Bischof von Eisenstadt
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Burgenlaendische Gemeinschaft 3/4 2002 Nr.376 Zeitungsarchiv