| Erstauswanderer Redlschlag, Königsdorf, Henndorf, Weiden/See 6. Fortsetzung |
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Als letzter der 3 Landesteile wird das Südburgenland um 1880 von der Auswanderungswelle erfaßt. Diese ging einerseits vom Mittelburgenland aus in Richtung Redlschlag und andererseits von Ungarn aus in das südliche Burgenland in Richtung Henndorf und Königsdorf.
Der nördlichste Ort des Südburgenlandes ist Redlschlag. Er ist zugleich mit 691m der höchstgelegene des ganzen Burgenlandes. Die Erstauswanderung dort wurde noch von den mittelburgenländischen Nachbargemeinden Bubendorf und Pilgersdorf initiiert. Die südlichen Nachbargemeinden Stuben und Rettenbach fallen schon in den südburgenländischen Auswanderungsbereich. Die ersten waren Josef und Elisabeth Puhr. Sie ließen sich in Philadelphia nieder. Redlschlager gehörten auch zu den ersten Einwanderern nach Chicago. Die Oberwarther-Sonntags-Zeitung schreibt am 2. März 1890, daß aus Redlschlag Samuel Geschrey (Nr. 1) im Jahre 1888, ein gewißer Fürst 1889 und einer mit dem Hausnamen Hansaleum nach Chicago kamen. Einige von ihnen wanderten dann nach Westen weiter. Aber nicht die Redlschlager haben die große Kolonie der Burgenländer in Chicago begründet, sondern der Grodnauer John Wenzel, der 1890 nach Chicago kam und in mehreren Etappen Burgenländer nachkommen ließ. Es ist mehrfach überliefert, daß bereits 1880 die ersten Auswanderer aus Königsdorf im Lafnitztal nach Amerika ausgewandert sind. Dann hört man 10 Jahre nichts mehr. Der erste namentlich erwähnte Auswanderer war der in Königsdorf am 13.6.1867 geborene Johann Frantz mit seiner Frau Theresia aus Zahling. Sie sind am 9.2.1891 angeblich mit dem Dampfer „Rotterdam“ von Amsterdam weggefahren und am 2.3.1891 in New York angekommen. Mit demselben Schiff sind auch Michael und Julie Mirth aus Eltendorf gefahren. Kurz darauf verlassen Josef (geb. 4.8.1861) und Julianna Lamm („Lamm-Sattler“) am 14.5.1891 Rotterdam mit der „Maasdamm“ und kommen am 27. Mai 1891 in Amerika an. Es ist überliefert, daß sich im Jahre 1890 die ersten Burgenländer in Allentown niederließen. Dies sollen ein Königsdorfer und die Brüder Johann und Matthias Duld aus Eltendorf (Nr. 93) gewesen sein. Demnach sind sie die Begründer der großen Burgenländerkolonie in Allentown.Diese Leute und ein Mädchen aus Poppendorf, das 1890 angekommen ist, zählen zu den Begründern der großen Burgenländerkolonie in Allentown. Zu den frühen Auswanderern aus Königsdorf zählt auch die Familie Fischl. Ihr Sohn Franz Fischl war von 1978 - 1982 Bürgermeister von Allentown, einer Stadt in Pennsylvanien mit 107.000 Einwohnern. Die Burgenländer in Allentown hatten damals einen maßgeblichen Anteil am Wahlerfolg ihres Landsmannes. Der erste Auswanderer aus dem Bezirk Jennersdorf war der 1859 geborene Ferdinand Hirczy, der im Jahre 1880 von Henndorf nach Pittsburgh ausgewandert ist. Er ist bereits der „New Immigration“ zuzurechnen, weil er nach der Überlieferung der erste ist, der in einer Fabrik gearbeitet hat. Von Weiden am See im Nordburgenland ist nur bekannt, daß die ersten um das Jahr 1881,es könnten auch 3-5 Jahre vor oder nachher gewesen sein (++), nach Amerika ausgewandert sind. Fortsetzung folgt |
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| Burgenlaendische Gemeinschaft 1/2 2002 Nr.375 | Zeitungsarchiv, Serien |