Festspielsommer im Burgenland


Unser Land hat in den letzten Jahrzehnten den Entwicklungsrückstand gegenüber den anderen Bundesländern aufgeholt. Aus einem reinen Agrarland ist ein modernes und liebenswertes Land geworden. Lebensstandard und Lebensqualität sind deutlich angestiegen. Der kulturelle Standard ist beachtlich und schlägt sich in den niveauvollen kulturellen Veranstaltungen nieder. Dies alles veranlaßt sehr viele Menschen, in das Burgenland zu kommen. Viele von ihnen lassen sich zeitweise oder dauernd nieder.

In den letzten Jahren hat das Angebot an kulturellen Veranstaltungen qualitativ und quantitativ stark zugenommen. Allein in diesem Sommer gibt es folgende „events", die weit über die Landesgrenzen Beachtung finden:

Den Auftakt bilden die Passionsspiele im Römersteinbruch St. Margarethen mit 600 Darstellern vom 17. Juni - 9. September. Es ist mit 7.000 m² die größte Naturbühne Europas und hat 4.200 Sitzplätze.Vor 75 Jahren, im Jahre 1926, hat die Pfarrjugend von St. Margarethen zum ersten Mal das Leiden und Sterben Christi im Bauernhof des Landwirtes Emmerich Unger dargestellt. Seither werden sie alle 5 Jahre aufgeführt. Im Jahre 1961 übersiedelten die Passionsspiele in die einzigartige Naturkulisse des Römersteinbruches.

In Eisenstadt hat Josef Haydn immer Saison: Von 26. April - 9. Oktober werden 3mal wöchentlich Kurzkonzerte (etwa 45 Minuten) veranstaltet. Die Hadyn-Tage werden vom 6.-16. September im Haydn-Saal des Schloßes Esterházy stattfinden. Dort wird auch dann das Oratorium „Die Jahreszeiten" zu hören sein.

Im Güssinger Kultursommer werden heuer erstmals eine Reihe von Veranstaltungen zusammengefaßt, die nicht nur in Güssing sondern auch in Gerersdorf und in der St. Emmerichskirche, die genau an der österreichisch-ungarischen Grenze liegt, stattfinden werden. Herzstück sind die Burgspiele, die heuer mit der Inszenierung von „Der Kampf ums Recht" aufwarten. Dazu gibt es das „Historische Güssinger Stadtfest" am 11. August und die „Güssinger Musiktage" an 7 verschiedenen Abenden in der Zeit vom 29. April - 1. Juli.

Ein besonderer Höhepunkt sind wieder die Festspiele Mörbisch auf der herrlichen Seebühne. Heuer steht die Operette „Land des Lächelns" von Franz Lehar auf dem Programm. Von den 206.000 aufgelegten Karten sind schon 180.000 verkauft.

Die Schloßspiele Kobersdorf im mittleren Burgenland bringen Molieres „Bürger und Edelmann".

Auch im Norden des Landes in Parndorf finden kulturelle Veranstaltungen unter dem Titel Parndorfer Kultursommer statt. Im heurigen Jahr wird Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum" aufgeführt.

Vom 4.-15. Juli finden heuer zum 20. Mal Konzerte im Rahmen des Internationalen Kammermusikfestes Lockenhaus statt.

Neben diesen Großveranstaltungen gibt es zahlreiche andere in verschiedenen Orten, welche ebenso empfohlen werden können.

 

BG-HomeSeitenanfang

Burgenlaendische Gemeinschaft 5/6 2001 Nr.371 Zeitungsarchiv