|
50 Jahre Diözese Eisenstadt
|
|
Heuer feiert unsere Diözese ihr 50jähriges Bestandsjubiläum. Am 15. August
1960 hatte Papst Johannes XXIII. die damalige „Apostolische
Administratur Burgenland“ zur Diözese erhoben. Am 14. Oktober dieses
Jahres ist DDr. Stefan László zum ersten Diözesanbischof ernannt worden.
Seine Inthronisation fand am folgenden Martinitag statt. Bis zur Angliederung des Burgenlandes an Österreich im Jahre 1921 gehörte unser Gebiet zu den beiden ungarischen Diözesen Raab (Györ) und Steinamanger (Szombathely). Von den 156 Pfarren (heute sind es 172) gehörten 99 zur Diözese Raab und 57 zur Diözese Steinamanger. Da nun eine Verwaltung von Ungarn her nicht mehr möglich war, wurde in Wien die „Apostolische Administratur Burgenland“ eingerichtet, die dann später nach Sauerbrunn und nachher nach Eisenstadt übersiedelte. Der erste Administrator war der Wiener Erzbischof Dr. Friedrich Piffl. Im Jahre 1932 wurde als sein Nachfolger Erzbischof Dr. Theodor Innitzer bestellt. Gleichzeitig mit der Übersiedlung nach Eisenstadt 1949 wurde Dr. Josef Schoiswohl Administrator. Nach dessen Ernennung zum Bischof in Graz folgte ihm 1954 Dr. Stefan László als Apostolischer Administrator des Burgenlandes. Am 11. November 1956 wurde er zum Bischof geweiht. Im Jahre 1960 wurde also die Apostolische Administratur zur Diözese erhoben. Als erster Diözesanbischof begann Dr. Stefan László sein großartiges Aufbauwerk. Dr. László, dessen ungarischer Vater im Ersten Weltkrieg gefallen war und dessen kroatische Mutter Lehrerin in Trausdorf war, ist dreisprachig aufgewachsen und fand so immer den direkten Weg zu den Menschen. Er hat auch die Burgenländer im Ausland, besonders jene in Amerika, als entfernte Kinder der Diözese betrachtet. Seine Verbundenheit mit ihnen fand in seinen zahlreichen Reisen nach Amerika ihren Niederschlag. Als sein Nachfolger wurde Dr. Paul Iby als zweiter Diözesanbischof am 24. Jänner 1993 geweiht. Nun neigt sich auch dessen Amtszeit langsam dem Ende zu. Höhepunkte in der 50jährigen Geschichte unserer Diözese war der Pastoralbesuch von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1988 in Trausdorf im Burgenland und die Seligsprechung des Arztes Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann 1995. Aus Anlass dieses Jubiläums richtet Diözesanbischof Dr. Paul Iby folgende Botschaft an die Burgenländer ins Ausland: Liebe Schwestern und Brüder im Herrn! Ich danke Herrn Hofrat Professor Dr. Walter Dujmovits, der sich um die Kontaktpflege zwischen den Auslandsburgenländern und ihrer alten Heimat sehr große Verdienste erworben hat, dass er mir auf diese Weise die Gelegenheit gibt, Sie über das Diözesanjubiläum zu informieren. Ich darf Ihnen, liebe Schwestern und Brüder im Herrn, versichern, dass wir auch Sie bei den Feierlichkeiten in besonderer Weise in unsere Gebete einschließen werden. Damit verbinde ich gleichzeitig meinen Dank dafür, dass Sie Ihre alte Heimat nie vergessen und sich stets um das Wohl Ihrer Heimatdörfer gesorgt haben. Wie viel an Unterstützung haben unsere Pfarren von Ihnen ygerade in der Zeit, in dem es dem Burgenland nicht gut ging, erhalten! Ihrer im Gebet gedenkend und Sie um Ihr Gebet bittend, verbleibe ich mit herzlichen Segensgrüßen und mit den besten Segenswünschen für ein gnadenreiches Jahr 2010 U Dr. Paul Iby |
| Burgenlaendische Gemeinschaft 1-3 2010 Nr.413 | Zeitungsarchiv |