Ihr Vermögen für das Burgenland
 
Tausende Burgenländer sind in der Vergangenheit nach Amerika ausgewandert in der Absicht, dort hart zu arbeiten und so viel Geld zu verdienen, dass sie wieder heim kommen können. Aber die meisten sind „drüben“ geblieben. Beim Ehepaar Swarz ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen. Ihr mitgebrachtes Vermögen haben sie zu einem großen Teil in eine Stiftung verwandelt, deren Zinsenerträge bedürftigen Personen und Gemeinschaften im Burgenland zugute kommen.

Wilhelmine Lepold wurde 1922 in Jormannsdorf geboren, besuchte das Gymnasium Oberschützen und wanderte zusammen mit ihrem Vater Karl 1948 nach Chicago aus. Dort war sie als Diplomkrankenschwester tätig und dort lernte sie auch ihren späteren Mann Richard Stanley Swarz kennen. Gemeinsam führten sie sehr erfolgreich eine Augenordination und wurden sehr reich. Das kinderlose Ehepaar verbrachte mindestens einmal jährlich ihren Urlaub im Burgenland.
Im Jahre 1998 übersiedelten sie ganz in ihr Haus nach Oberwart. Richard verstarb am 13. Feber 2009 und genau 2 Monate später, am 13. Mai 2009, folgte ihm seine Frau. Im Testament haben sie verfügt, dass nach dem Tod von Wilhelmine ein Teil des Vermögens an die Verwandten und an die Pfleger und ein beachtlicher Teil in eine gemeinnützige öffentlich-rechtliche Stiftung fließen soll. Der Notar Dr. Milan Linzer verwaltet mit einem Kuratorium diese Stiftung, die auf ewige Zeiten bestehen soll. Es ist ein Wertpapiervermögen von dem nur die Zinsen abgearbeitet werden dürfen.
Diese „Swarz-Stiftung“ erstreckt sich ausschließlich auf die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf. Es sollen mildtätige, religiöse, kulturelle und sportliche Aktivitäten, vor allem im Bereich der Jugend, gefördert werden. Der jährliche verfügbare Betrag an Förderungen beträgt etwa Euro 50.000.

Das Kuratorium, das die Verwaltung und Ausschüttung vornimmt, hat bei Jahresbeginn die Tätigkeit bereits aufgenommen.
 

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Burgenlaendische Gemeinschaft 1-3 2010 Nr.413 Zeitungsarchiv, Serien