Liebe Landsleute!

Die Hälfte der Schüler, die die neue Hauptschule in Eberau besuchen, kommt aus den ungarischen Nachbardörfern. Das ist ein weiteres Zeichen, dass die Dörfer links und rechts der Pinka, dass beide Teile des Pinkabodens, zusammenwachsen. Stacheldraht und Zäune trennen die Menschen, Brücken verbinden sie. Es ist sehr erfreulich, dass sich die Gemeinden auf der österreichischen Seite des Pinkabodens (Moschendorf, Eberau, Bildein und Deutsch Schützen) sehr die um ungarische Nachbarn bemühen. Bedauerlicherweise sind sie von einer starken Abwanderung betroffen. Aber ihre Bemühungen, den Tourismus und die Weinwirtschaft zu fördern, jungen Menschen Ansiedlungsmöglichkeiten zu schaffen, ist beeindruckend.
Vereine und andere Gemeinschaften, die sich um die Stärkung der burgenländischen Identität bemühen, rücken zusammen. Die Burgenländische Gemeinschaft kooperiert mit dem Burgenländischen Volksliedwerk und dem Hianzenverein, die im Haus der Volkskultur in Oberschützen untergebracht sind. Josef Reichl Bund, Landsmannschaft in Wien und die Burgenländische Gemeinschaft werden die Veranstaltungen im nächsten Jahr anlässlich des 150. Todestages Josef Reichls gemeinsam durchführen. Tradition ist nicht Rückschritt, Tradition heißt weitertragen.

Im nächsten Jahr wird unser Picnic zum 50. Mal veranstaltet werden. Dazu werden wir alle die seit 1972 in Amerika gewählten „Miss Burgenland“ einladen und ihnen in diesen Tagen ein eigenes Programm widmen. Um möglichst vielen von ihnen die Reise ins Burgenland möglich zu machen, haben wir noch nicht entschieden, ob das Picnic am 4. oder 11. Juli 2010 stattfindet. Wir wollen dies von den Heimatbesuchern abhängig machen. Ich bitte, alle früheren „Miss Burgenland“ sich bald zu melden. Viele von ihnen haben durch die Verehelichung neue Namen und neue Adressen. Ich bin sicher, dass wir eine schöne Zeit im Burgenland haben werden.
Das von Karl Gyaki (Toronto) gestiftete Gyaki-Benedek Turnier für Nachwuchsmannschaften fand heuer zum 17. Mal in Oberwart statt. Gyaki hat in den 50er Jahren bei Oberwart Fußball gespielt und blieb seiner Heimatstadt und seinem verstorbenen Mitspieler Benedek verbunden. Obwohl durch Alter und Krankheit behindert, ist der 86jährige auch heuer wieder persönlich nach Oberwart gekommen

Mit lieben Grüßen verbleibe ich

Euer Walter Dujmovits

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Burgenlaendische Gemeinschaft 10-12 2009 Nr.412 Zeitungsarchiv, Serien