Im Gedenken an Joe Urbauer
 
 


Er war ein treuer Burgenländer, eine außergewöhnliche Persönlichkeit, ein herzensguter Mensch. Am 28. August wäre er heuer 100 Jahre alt geworden. Im Jahre 1929 ist der aus sehr bescheidenen Verhältnisse stammende Josef Urbauer aus Markt Allhau nach Chicago ausgewandert. Mit viel Fleiß hat er eine gut gehende Bäckerei aufgebaut, war überaus beliebt und hatte einen großen Kundenkreis. Von Anfang an hat er sich im Vereinsleben der Burgenländer betätigt und ihre Aktionen immer großzügig unterstützt. Vor allem nach dem Krieg hat er unzählige Pakete in seine zerstörte und ausgeplünderte Heimat geschickt.
Bei seinen zahlreichen Heimatbesuchen hat er nicht nur die öffentlichen Einrichtungen (Kindergarten, Kirchen, Schulen) in Markt Allhau und in den umliegenden Ortschaften unterstützt. Er wohnte im bekannten Gasthaus Hagenauer, wo er an mehreren Tagen die Bevölkerung eingeladen und mit Geschenken bedacht hat. Wenn vor dem Gasthaus die amerikanische Flagge wehte, wußte man, jetzt wohnt der Urbauer im Gasthaus und jeder, der hineingeht, ist sein Gast. Dabei war er unglaublich bescheiden und blieb meist im Hintergrund. Hochangesehen und verehrt ist er 1988 gestorben. Anläßlich der „Chicago-Woche 1980“ in Markt Allhau erhielt er den Ehrenring seiner Heimatgemeinde. Im gleichen Jahr wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft der Burgenländischen Gemeinschaft ausgezeichnet.


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Burgenlaendische Gemeinschaft 7-9 2007 Nr.403 Zeitungsarchiv