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In den 9 österreichischen Bundesländern leben mehr als 8 Millionen
Menschen. Darüber hinaus gibt es 440.000 österreichische Staatsbüger
(„Passösterreicher“), die im Ausland leben und weitere nahezu 600.000
ehemalige Österreicher und abstammungsbewusste Nachkommen österreichischer
Auswanderer („Herzensösterreicher“).
Angesichts dieser großen Zahl werden die Auslandsösterreicher auch als
„10. Bundesland“ bezeichnet. Immerhin leben mehr österreichische
Staatsbürger im Ausland als im Burgenland (276.000) oder in Vorarlberg
(375.000).
Die Interessensvertretung aller Auslandsösterreicher ist der
„Auslandsösterreicher-Weltbund“. Präsident dieser weltweiten Organisation
ist Gustav Chlestil (Belgien), Vizepräsidenten sind Walter Dujmovits
(Burgenländische Gemeinschaft) und Jürgen Em (Deutschland). Der
Auslandsösterreicher-Weltbund ist bemüht, die Existenz dieses 10.
Bundeslandes auch innerhalb Österreichs bewusst zu machen. So wurde eine
Ausstellung mit dem Titel „Das 10. Bundesland“ gemacht, die im letzten
Jahr im Parlament in Wien zu sehen war. Diese Ausstellung wird in den
nächsten Jahren durch die österreichischen Bundesländer gehen.
Ein besonderes Ereignis ist das Auslandsösterreicher-Treffen, welches
zusammen mit der Tagung des Weltbundes stattfindet. Im letzten Jahr gab es
diese Tagung in Klagenfurt. 402 Teilnehmer sind aus dem Ausland, aus 24
Ländern, gekommen, die meisten aus Deutschland (121) und der Schweiz (75).
31 kamen aus Luxemburg, 27 aus den USA, je 20 aus Großbritannien und
Kanada, 19 aus Italien, je 17 aus Niederlande und Belgien, 11 aus
Frankreich, je 7 aus Kroatien, Spanien und Australien, 4 aus Schweden, je
3 aus Liechtenstein und Norwegen, je 2 aus Argentinien, Dänemark, Polen,
Slowenien und Ungarn, und je 1 aus Tschechien, Rumänien und Mexiko.
Mittelpunkt der Beratungen waren Fragen des Staatsbürgeschaftsrechtes und
des Wahlrechtes. Als „Auslandsösterreicher des Jahres“ wurde der
Schauspieler Friedrich von Thun (Deutschland) ausgezeichnet.
Wichtig für Österreicher im Ausland
(auch für Inlandsösterreicher, die sich zum Zeitpunkt der Wahl im Ausland
befinden!)
Die neue Bundesregierung hat eine Verbesserung des Wahlrechtes für
Österreicher im Ausland in ihr Programm aufgenommen. Die wichtigsten
Bestimmungen sind:
- Es gibt eine „echte“ Briefwahl, d.h. statt eines Zeugen genügt nur
mehr eine „eidesstaatliche Erklärung“ des Wählers.
- Bei den diplomatischen Vertretungsbehörden im Ausland wird eine
Auslandsösterreicher-Wählerevidenz angelegt.
- Wähler können aus der lokalen Wählerevidenz im Inland nur mit
Zustimmung des Wählers gestrichen werden.
- Die Möglichkeit einer elektronischen Stimmabgabe (e-voting) wird
geprüft.
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