| Wo der Mensch geht - kommt der Wald |
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Im Südburgenland haben in den letzten Jahrzehnten hunderte Bauern die Bewirtschaftung ihres Bodens aufgegeben, haben einen anderen Beruf ergriffen und sind abgewandert. Äcker und Wiesen werden nicht mehr gebraucht. Diese Flächen werden nun aufgeforstet und wo das nicht der Fall ist, wächst der Wald nach. Die Waldflächen werden von Jahr zu Jahr größer, ganze Täler wachsen zusammen. So ist in Reinersdorf bei Güssing in der Zeit von 1962-2004 die landwirtschaftliche Nutzfläche von 384 auf 263 Hektar zurückgegangen. Im Gegenzug hat die Waldfläche von 307 auf 424 Hektar zugenommen. In Stegersbach war die Abnahme von 1.236 Hektar auf 810, die Gartenfläche sank von 120 auf 44 Hektar. Im Gegenzug ist die Waldfläche von 420 auf 709 Hektar angewachsen. Die durch Häuser und Straßen verbaute Fläche stieg von 36 auf 136 Hektar. Wenn das so weitergeht, wird es bald nur mehr wenige Äcker und Wiesen geben. Um diesem Trend entgegenzuwirken, ist vor einigen Jahren der Verein „Wieseninitiative“ entstanden. Martin Wurglits |
| Burgenlaendische Gemeinschaft 1-3 2005 Nr.393 | Zeitungsarchiv |