BG-Sommer 2000

 

Das Sommerprogramm begann mit dem Festakt:

25-Jahre Partnerschaft Stegersbach-Northampton.

Am Samstag, dem 8. Juli, gedachte man in Stegersbach der vor 25 Jahren geschlossenen Partnerschaft, die damals die burgenländische Gemeinschaft eingeleitet hat. Am selben Tag, als die Feierlichkeiten in Stegersbach stattgefunden haben, hat man auch in Northampton auf dem dortigen ,,Stegersbach-Platz“ dieses Jubiläums gedacht. Es war sehr ehrenvoll für uns, daß zu diesem Anlaß der Burgenländische Diözesanbischof Dr. Paul Iby nach Stegersbach gekommen war, um die hl. Messe zu feiern. Diese Messe wurde gehalten für alle ausgewanderten Burgenländer, besonders die in Northampton leben. Auch der Bischof bedankte sich bei der Gemeinde Stegersbach, daß sie sich so um die Partnerschaft bemüht. Nach der Messe hätte der Festzug durch Stegersbach zum Festplatz gehen sollen. Aber gerade zu dieser Stunde kam ein starkes Gewitter, so daß der Festakt auf den schön hergerichteten und mit Fahnen geschmückten ,,Northampton-Platz“ nicht stattfinden konnte. Umso feierlicher und auch lustiger war der Abend in der Festhalle. Unter dem Titel ,,Mein Heimatvolk - mein Heimatland“ fand dieses Fest statt, welches durch Begrüßungsansprachen von Bürgermeister Heinz Krammer und Präsident Walter Dujmovits eingeleitet wurde. Die Veranstaltung wurde vom Musikverein Stegersbach und der Tamburizzagruppe Güttenbach sehr schwungvoll begleitet. Ein besonderer Höhepunkt war das Auftreten des ,,Steirischen Knopfharmonikavereins Südliches Burgenland“ und hier wieder die hervorragenden Leistungen der jungen Ziehharmonikaspieler Philipp Zach (Deutsch Kaltenbrunn) und Elisabeth Keglovits (Deutsch Tschantschendorf). Nur wenige Tage vorher hatten sie die österreichische Staatsmeisterschaft im Ziehharmonikaspielen gewonnen. Die Gemeinde Stegersbach und die dortigen Vereine haben sich sehr um das Zustandekommen und die schöne Gestaltung dieses Festes bemüht. Ihnen und allen Mitarbeitern gebührt großer Dank.

Picnic

Am folgenden Tag, Sonntag, dem 9. Juli, fand das Picnic auf dem Gelände des Weinmuseums in Moschendorf statt. Auch dieses war im jubiläumsreichen Jahr 2000 eine Besonderheit: Es war das 40. Picnic. Im Jahre 1961 hatte der damalige BG-Präsident Dr. Toni Lantos das erste Picnic veranstaltet. Es stand damals unter dem Motto ,,40 Jahre Burgenland“ und fand auf der Burg Güssing statt. Wieder waren zahlreiche Heimatbesucher aus den USA, Kanada und der Schweiz gekommen. Das offizielle Burgenland war durch den Bürgermeister von Güssing, der ,,Stadt der Auslandsburgenländer“, Peter Vardasz, vertreten. Erfreulich war, daß auch heuer wieder Gustav Chlestil, der Präsident des ,,Weltbundes der Österreicher im Ausland“, aus Belgien gekommen war, um die Besucher zu begrüßen und die Arbeit der Burgenländischen Gemeinschaft zu würdigen. Gisela Hirmann (Passaic) und Rudy Drauch (New York) brachten Grüße unserer Landsleute aus Amerika. Ebenso die von den Burgenländern in Amerika gewählte ,,Miss Burgenland New York“ Susan Zickgraf. Dieser charmanten jungen Dame zu Ehren wurde 2 Tage später mit ihr und ihren Verwandten eine Sightseeing-Tour durch das südliche Burgenland unternommen. Am Abend dieses Tages wurde ein südburgenländischer Wein auf ihren Vornamen ,,Susan“ getauft. An dieser Weintaufe haben auch ihre Familienmitglieder und der Vorstand der Burgenländischen Gemeinschaft teilgenommen.

Begegnung mit ,,Burgenland Bunch“

An beiden Veranstaltungen, der Partnerschaftsfeier in Stegersbach und am Picnic, haben auch prominente Vertreter des ,,Burgenland Bunch“ aus Amerika teilgenommen. Sie, die in ihren Zeitungsnachrichten und im Internet sehr viel und sehr engagiert über die BurgenIändische Gemeinschaft schreiben, hatten erstmals die Gelegenheit, die Heimat ihrer Vorfahren kennenzulernen und unmittelbar zu erleben. Ein sehr großes und bedeutendes Potential von neuen Freunden des Burgenlandes ist im Wachsen. Am 13. August haben sich die im Burgenland lebenden Mitarbeiter des Burgenland Bunch erstmals untereinander, sowie mit Vertretern aus Amerika und der Burgenländischen Gemeinschaft, in Güssing getroffen. Einer guten Zusammenarbeit steht also nichts mehr im Wege. Erfreulich daran ist, daß es vorwiegend junge Menschen sind, die sich um diese weltweite Verbundenheit der Burgenländer und deren Nachkommen im Ausland bemühen.

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Burgenlaendische Gemeinschaft 9/10 2000 Nr.367