Auswanderer Museum in Güssing
"Brückenschlag zwischen alter und neuer Welt"
7. Folge

Der 4. und letzte Raum ist der Verbundenheit der Burgenländer in aller Welt mit ihrer alten Heimat gewidmet und den Bemühungen der alten Heimat und der Burgenländischen Gemeinschaft, diese Verbindung nicht abreißen zu lassen. Aus der 40jährigen Geschichte der Burgenländischen Gemeinschaft sind einige bemerkenswerte Fotos großformatig dargestellt. Unter ihnen ist ein Foto aus dem Jahre 1961. Es ist das einzige Foto, auf welchem die drei bisherigen Präsidenten abgebildet sind; Toni Lantos, Julius Gmoser und Walter Dujmovits. Daneben das Foto des gegenwärtigen Vorstandes.

Die legendären Charterflüge der 60er Jahre sind mit rührenden Wiedersehensfotos dargestellt, dazu die zahlreichen Auslandsburgenländertreffen ("Picnics"). Eine Bildreihe zeigt Veranstaltungen der Burgenländischen Gemeinschaft in Bernstein, in Neusiedl bei Güssing und in Eisenstadt.
Fotos von Besuchsreisen des burgenländischen Diözesanbischofs DDr. László und der Burgenländischen Landesregierung sind ebenfalls zu sehen, wie Heimatbesucher aus den 30er und 50er Jahren. 

Eine Vitrine zeigt Erinnerungsstücke und Schriftstücke von den bisherigen Veranstaltungen der Burgenländischen Gemeinschaft: Amerika-Wochen in Stegersbach und Güssing, die Burgenländische Gemeinschaft in Fürstenfeld, offizielle Einladungen von Bundesregierung und Landesregierung, Eintrittskarten vom Heimattreffen Poppendorf, von Ausstellungseröffnungen und Picnics.
Das Original der "Eisenstädter Erklärung" von 1984 ist ebenfalls dargestellt. Diese Erklärung beurkundet die Zusammenarbeit der drei großen Auslandsösterreicher-Organisationen (Weltbund der Österreicher im Ausland, Auslandsösterreicherwerk und Burgenländische Gemeinschaft).

Besonders schön ist eine Tafel mit verschiedenen Einladungen zu sehen, die alle den für die Burgenländische Gemeinschaft so typischen farbigen Rand eines Flugpostbriefes tragen.

Eine Stellage zeigt Gegenstände, die Rückwanderer aus Amerika mitgebracht haben.
In diesem Raum ist auch eine Schnitzerei dargestellt, die der bekannte, aus Bernstein ausgewanderte, Holzschnitzer Josef Schranz der Burgenländischen Gemeinschaft gewidmet hat und die Wimpel des Burgenländer Clubs Schweiz von Eduard Kovacs. Diese beiden Stücke stehen stellvertretend für die Auswanderer aus dem Burgenland, die nicht nach Amerika gezogen sind.

Das Auswanderermuseum ist ja ein Museum für alle burgenländischen Auswanderer und nicht nur für jene, die nach Amerika zogen, wenn auch diese natürlich dominieren.
Das Haus des Auswanderermuseums ist erst zur Hälfte gefüllt. Die unteren Räumlichkeiten sind noch leer, weil das Problem der feuchten Wänden noch immer nicht g ist. Aber die vier Räume, die beschrieben wurden, sind schön und informativ und den von Besuchern so gelobt, daß auch wir sie allen Heimatbesuchern und allen Interessierten sehr empfehlen können.

Auf Wiedersehen im Auswanderermuseum in Güssing!

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Burgenlaendische Gemeinschaft 11/12 1995 Nr.338